Sichere Faltzelt-Verankerung

Ein Faltzelt kann in kürzester Zeit aufgestellt werden. Es hat aber einen starken und tückischen „Feind“ – den Wind. Schon relativ wenig Wind kann dem Faltpavillon schweren Schaden zufügen. Erst das sichere Abspannen und Verankern auf dem Untergrund gibt der leichten Faltzelt-Konstruktion Stabilität.

 

Die Verankerung erfolgt einerseits mit Zeltleinen, die oben an den Zeltständern befestigt werden und Heringen oder Bodennägeln, die die Leinen schräg gespannt am Boden halten. Gleichmäßig nach allen Seiten gestrafft, wird damit das Abheben des Faltzeltes und seitliches Verschieben im oberen Bereich verhindert.

 

Aber auch im unteren Teil der Seitenwände übt der Wind Druck aus und kann die losen Ständerfüße wegschieben, mit genauso schweren Folgen.
Ebenso kann ein Anlehnen oder versehentliches Anstoßen durch die Benutzer den selben Effekt bewirken.
Die Ständerfüße müssen also ebenfalls verankert werden. Dazu sind entsprechende Bohrungen an den Bodenplatten der Faltzelt-Ständer erforderlich, in die Bodennägel eingeschlagen werden.

 

Die Stellplätze eines Faltzeltes können ganz unterschiedliche Untergründe haben, woraus sich dann verschiedene Möglichkeiten aber auch Probleme für die Verankerung ergeben.

 

Rasen, Waldboden, Splittflächen

Wer sein Faltzelt auf dem Rasen des Gartens aufbaut, den erwarten die geringsten Probleme. Die Heringe der Zeltleinen und Bodennägel an den Ständerfüßen lassen sich gut einschlagen. Wenn sie nicht zuklein gewählt wurden, liefern sie auch genug Halt.

 

Kies und Sand

Das Einschlagen bereitet hier genau so wenig Mühe aber es fehlt der Halt. Für eine ausreichende Verankerung benötigt man längere und breitere Heringe und Bodennägel. Zusätzlich sollten an den Ständerfüßen Zeltgewichte angebracht werden.

 

Bodenplatten, Pflaster, Schotter

Hier wird es schwieriger. Zur Befestigung stehen nur die Fugen im Untergrund zur Verfügung.
Für solche Stellflächen ist es empfehlenswert, ein gewisses Sortiment langer Holzschrauben mit unterschiedlichen Stärken und Unterlegscheiben bereit zu halten. So kann zur vorhandenen Fugenbreite die am besten passende Schraube ausgewählt und z.B. mit einem Akkuschrauber versenkt werden.
Am mühevollsten könnte es beim Schotter werden, wo zwischenzeitlich ein paar Hammerschläge oder sogar neues Ansetzen vielleicht zum Erfolg führen.
Auch bei diesem Untergrund sind zusätzliche an den Ständern befestigte Gewichte sehr zu empfehlen.

 

Asphalt- und Betonflächen

In den seltensten Fällen wird man mit Bohrhammer, Schrauben und Dübeln hantieren dürfen. Die einzige Möglichkeit das Faltzelt zu verankern, sind reichlich Gewichte, Gewichte, Gewichte, sowohl an den Ständern, als auch an den Zeltleinen. Bei Wind wird es in ungeschützten Bereichen schnell problematisch.

 

Fazit: Die Befestigungsmöglichkeiten für die Anker des Faltzeltes sind je nach Untergrund sehr verschieden. Wie deutlich erkennbar ist, kann der Zeitaufwand für eine stabile Verankerung des Faltpavillons wesentlich größer werden, als das eigentliche Aufstellen, sollte also mit eingeplant werden.